Schwarzwaldverein belegt bei „Deutschland summt“ einen 4. Platz

Badische Zeitung vom 28. November 2018

Schwarzwaldverein belegt bei „Deutschland summt“ einen 4. Platz

Bundesweite Initiative würdigt die Aufzucht und Pflanzung von mehr als 20000 Wildblumen am Tüllinger Berg, die die Lebensgrundlage von Wildbienen verbessertBiene Maja Deutschland summt

Wildbiene  FOTO: pixelio.de

WEIL AM RHEIN (BZ). Der Schwarzwaldverein hat mit seinem Projekt „Biene Maja hat Hunger“ beim aktuellen Pflanzwettbewerb der Initiative „Deutschland summt!“ einen vierten Platz errungen. Der Schwarzwaldverein hatte dieses Jahr 20 000 Wildblumen gezogen und auf einem Grundstück am Tüllinger angepflanzt, um Bienen Nahrung zu bieten.
Die Initiative „Deutschland summt!“ hatte Gemeinschaften aller Art aufgerufen, die „Schaufel in die Hand zu nehmen“ und naturferne Flächen als neuen Lebensraum für Bestäuberinsekten zu gestalten. 295 Teilnehmergruppen mit insgesamt knapp 3 100 aktiven Bürgern aus Städten und Gemeinden aller Bundesländern haben sich beteiligt.
Der Schwarzwaldverein Weil am Rhein hatte anlässlich seines 90-jährigen Bestehens im Dezember 2017 die Aktion „Biene Maja hat Hunger“ ins Leben gerufen. Zunächst verteilte man Wildblumensamen an die Mitglieder mit der Aufforderung, sie im Frühjahr auf Balkonen oder im Garten auszusäen. In einem weiteren Schritt fanden die Vorstandsmitglieder Hermann Künzig und Otto Imgrund in Biogärtner Wolfgang Sprich aus Kandern einen kompetenten Mitstreiter, der sich für die Beschaffung des Saatguts und die fachliche Betreuung zur Verfügung stellte. Das Trinationale Umweltzentrum (Truz) stellte für den ersten Teil der Pflanzaktion das Gewächshaus im Dreiländergarten zur Verfügung. Dort wurden die Samen von über 20 000 Wildblumen gezogen. Die Stadt Weil am Rhein stellte ein Wiesengrundstück am Tüllinger zur Verfügung, das der Schwarzwaldverein nun gepachtet hat und pflegt. Dort haben Mitglieder im Mai die mehr als 20 000 Wildblumen ausgepflanzt.
Mit dieser Aktion hat der Schwarzwaldverein nun am bundesweiten Pflanzwettbewerb von „Deutschland summt!“ teilgenommen und ist in der Kategorie „Firmen-, Institutionen- und Vereinsgärten“ auf dem 4. Platz gelandet. Dafür gab’s in Berlin nun eine Urkunde.
Im Herbst hat sich gezeigt, dass trotz der extremen Hitze und Trockenheit im Sommer, viele Pflanzen überlebt haben. Im nächsten Jahr will der Schwarzwaldverein nicht nur die ausgepflanzten Wildblumen hegen und pflegen, sondern Wildblumen in der ganzen Stadt verbreiten, wie das in anderen Städten schon vorgelebt wird. Balkone, Vorgärten und Grünflächen sollen zu blühenden Futterwiesen für die Wildbienen werden. Dabei will man erneut mit Truz und Stadtverwaltung kooperieren.

Wer mithelfen will, kann sich der Aktion anschließen oder auch erst einmal nur reinschnuppern. Wer die Initiative mit Sach- oder Geldspenden unterstützen will, kann sich an Otto Imgrund,

Tel. (0157) 73543018, wenden. Die Naturschutzgruppe trifft sich jeden zweiten Freitag im Monat um 18 Uhr im Josefstüble in Weil am Rhein.


 

Weiler Zeitung vom 28. November 2018

Umwelt-Engagement zahlt sich aus

Naturschutz - Schwarzwaldverein belegt bundesweit vierten Platz beim Wettbewerb „Deutschland summt“ Der Schwarzwaldverein Weil am Rhein hat im Mai mehr als 20000 Wildblumen ausgepflanzt. Dieses Umwelt-Engagement ist jetzt in Berlin mit dem vierten Platz beim Bundes-Wettbewerb „Deutschland summt“ honoriert worden.

Umwelt Engagement 1

Weil am Rhein. „Lokal handeln“ lautete die Devise des Pflanzenwettbewerbs der Initiative „Deutschland summt“. Die Stiftung für Mensch und Umwelt hatte in einem ungewöhnlichen Format Gemeinschaften aller Art dazu aufgerufen, aktiv zu werden, die „Schaufel in die Hand zu nehmen“ und naturferne Flächen als neuen Lebensraum für Bestäuberinsekten zu gestalten. 295 Teilnehmergruppen mit insgesamt knapp 3100 aktiven Bürgern aus Städten und Gemeinden aller Bundesländer beteiligten sich. Die Weiler Aktion „Biene Maja hat Hunger“ Der Schwarzwaldverein Weil am Rhein hatte anlässlich seines 90-jährigen Bestehens im Dezember 2017 die Aktion „Biene Maja hat Hunger“ ins Leben gerufen. Gestartet wurde zunächst mit Wildblumensamen, die im Rahmen der Tombola an die Mitglieder verteilt und mit der Aufforderung versehen wurden, diese im Frühjahr auf Balkonen oder im Garten auszusäen. In einem weiteren Schritt hatte Herman Künzig zusammen mit Otto Imgrund in der Biogärtnerei Sprich in Kandern einen kompetenten Mitstreiter gefunden, der für die Beschaffung des Saatguts und die fachliche Betreuung zuständig war. Das Truz bot für den ersten Teil der Pflanzaktion das Gewächshaus im Dreiländergarten an. Dort wurden die Samen von mehr als 20000 Wildblumen gezogen. Die Stadt Weil am Rhein stellte auf Anfrage ein Wiesengrundstück am Tüllinger Panoramaweg zur Verfügung, das der Schwarzwaldverein zwischenzeitlich gepachtet hat und pflegt. Nachdem die Wiese hergerichtet war, wurden von Mitgliedern des Schwarzwaldvereins im Mai mehr als 20000 Wildblumen ausgepflanzt. Die Dokumentation dieser Maßnahmen bildete die Grundlage für die Teilnahme an dem bundesweiten Pflanzwettbewerb in der Kategorie Firmen, Institutionen und Vereinsgärten. Urkunde für vierten Platz in Berlin erhalten Bei der Preisverleihung in Berlin wurden die jeweils ersten Umwelt Engagement 2drei Plätze mit Geldpreisen prämiert. Die Aktion des Weiler Schwarzwaldvereins landete auf dem vierten Platz. Wegen des großen Engagements wurde die Aktion aber ausnahmsweise auch mit einer Urkunde prämiert. Im Herbst hat sich gezeigt, dass trotz der extremen Hitze und Trockenheit im Sommer, viele Pflanzen überlebt haben. Die Aktion ist damit für den Verein noch nicht abgeschlossen. Im nächsten Jahr geht es nicht nur um die Hege und Pflege der ausgepflanzten Wildblumen, sondern um eine Verbreitung von Wildblumen in der ganzen Stadt, wie dies in anderen Städten schon vorgelebt wird. Balkone, Vorgärten und Grünflächen sollen zu blühenden Futterwiesen für die Wildbienen werden. Hierzu ist eine Zusammenarbeit mit dem Truz und der Stadtverwaltung angedacht. Gesprächstermine werden derzeit mit den Partnern gesucht.

 

Programm im Dezember

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Bericht über die Wanderwoche in der Pfalz.
In der letzten Septemberwoche war der Schwarzwaldverein bei seiner jährlichen Wanderwoche in der Pfalz unterwegs.
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Unter der Führung von Hansjörg und Renate Aleth wurden von Ludwigswinkel aus, bei idealem Wanderwetter immer 2 unterschiedlich lange Touren durchgeführt. Das Dahner Felsenland mit seinen roten und gelben Buntsandsteinfelsen inmitten grüner Wälder ist charakteristisch für die Region und bietet immer wieder beeindruckende Aussichten. Die markanten Felsformationen weisen teils skurrile Formen auf und haben auch entsprechende Bezeichnungen wie Braut und Bräutigam, Jungfernsprung oder Geierstein. Immer wieder haben diese die Fantasie der Menschen angeregt und es sind zahlreiche Mythen, Sagen und geheimnisvolle Geschichten erzählt worden. Die Wanderungen führten dementsprechend auch zu einigen dieser Felsformationen. Am Ende der Woche waren sich alle einig, dass es eine gelungene Wanderwoche unter kundiger Führung war und freuen sich auf das nächste Jahr.
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Futter für Biene Maja und Freunde

Badische Zeitung vom 3. Mai 2018

Schwarzwaldverein und Truz fördern Wildbienen sowie Insekten

Von Herbert Frey

Biene Maja

Wildbienen und Insekten verlieren immer mehr natürlichen Lebensraum. Dem wollen Wolfgang Sprich, Otto Imgrund, Hermann Künzig und Astrid Deek (von links) entgegenwirken.   FOTO: Frey

 WEIL AM RHEIN. Im Gewächshaus beim Sundgauhaus warten rund 10000 Wildblumen- und Kräutersetzlinge darauf, ausgepflanzt zu werden. Sie wurden im Rahmen des Projekts „Biene Maja hat Hunger“, das die Weiler Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins lanciert hat, von Gärtnermeister Wolfgang Sprich gezogen. Ziel ist es, damit bedrohten Wildbienen und anderen heimischen Insekten Nahrung zu bieten.

Initiiert hat das Projekt der langjährige Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Hermann Künzig, der nun gemeinsam mit Otto Imgrund das Amt des Naturschutzwarts innehat. In Pflanzenexperte Wolfgang Sprich, dem der Erhalt ursprünglicher Naturräume sehr am Herzen liegt, und Astrid Deek, der Fachbereichsleiterin für grenzüberschreitenden Naturschutz beim Trinationalen Umweltzentrum, fanden sie rasch Mitstreiter.
Um dem Verschwinden der für das Markgräflerland einst typischen Streuobst- und Blumenwiesen entgegenzuwirken, die Wildinsekten ausreichend Nahrung boten, ließen sich Künzig und Imgrund von der Saatgutfirma Rieger-Hofmann Samen von Blumen und Kräutern zusammenstellen, die genau zu den Markgräfler Böden passen. 24 Arten wie Wiesen- und Ackerglockenblume, gewöhnliches Ferkelkraut, Wiesensalbei, gewöhnlicher Thymian oder nickende Kratzdistel zieht man seit März in den Gewächshausbeeten.
Als Versuchsfläche für das Auspflanzen stellt die Stadt eine Wiese am Tüllinger unterhalb der Ottilienkirche zur Verfügung. Dort haben die Projektverantwortlichen eine Teilfläche vertikutiert und gekalkt, eine zweite Fläche nur vertikutiert und einen drei Meter breiten Streifen unbearbeitet gelassen und lediglich gemäht. Auf allen drei Böden, die am Panoramaweg liegen, sollen nun etwa 100 Wildblumen und Kräuter pro Quadratmeter angepflanzt werden. Erster Pflanztermin, zu dem Freiwillige willkommen sind, ist am 5. Mai (siehe Artikelende).
„Wir wollen dann die Entwicklung auf diesen Flächen beobachten und so herausfinden, welche Bodenbeschaffenheit ideal ist“, sagt Wolfgang Sprich. Denn das Projekt zum Wohle der unverzichtbaren Bestäuber soll nachhaltig sein. Damit, so Hermann Künzig, fördere man auch die ebenfalls bedrohte heimische Vogelwelt, für die Insekten im Sommer eine wichtige Nahrungsgrundlage darstellen.
Und nicht zuletzt will man mit dem Projekt „Biene Maja hat Hunger“ die Bevölkerung sensibilisieren und anregen, in Privatgärten und auf Balkonen wieder stärker auf heimische Blumen- und Kräuterarten, die dauerhaft blühen, zu setzen. Dazu bedürfe es beim Kauf in Baumarkt und Gärtnerei intensiver Beratung und Information, weiß Wolfgang Sprich. Denn gängige Samentütchen mit Wiesenblumenmischungen, zu denen man gerne greife, würden in der Regel zu 40 Prozent Gräsersamen und zu 55 Prozent Samen von ein- oder zweijährigen Blumen enthalten. „Das sieht dann ein oder zwei Jahre ganz gut aus, aber von Dauer ist die Pracht nicht“, kritisiert er. Auch viele modische Zierpflanzen und selbst beliebte Balkonpflanzen wie Petunien oder Geranien seien für Wildbienen relativ uninteressant, da sie kaum Nektar liefern.

Zur Pflanzaktion am Samstag, 5. Mai, um 13 Uhr am Panoramaweg unterhalb der Tüllinger Ottilienkirche sind Freiwillige willkommen. Fragen beantwortet Hermann Künzig unterTelefon 07621/797608.

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