Jahreshauptversammlung 2019

Weiler Zeitung vom 20 März 2019

Viele Ideen und Pläne für die Zukunft

WZ JHV 2019Die Geehrten bei der Jahreshauptversammlung des Schwarzwaldvereins (v. l.) Hermann Künzig,
Heidi Hinze, Erich Hinze, Maria Steiert, Margarete Hübner, Verena Schmidt und Antonie Jerg.
Foto: Joachim Pinkawa Foto: Weiler Zeitung

Das zurückliegende Jahr beschrieb die Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein, Rosemarie Lange, als Jahr „mit viel Aktivität, mit vielen Ideen und Plänen für die Zukunft“.

Von Joachim Pinkawa

Weil am Rhein. Zur 91. und ihrer ersten Jahreshauptversammlung als Vorsitzende begrüßte Lange am Sonntag zahlreiche Wanderfreunde im Saal des katholischen Gemeindehauses Sankt Peter und Paul.

Rückblick

In ihrem Rückblick verwies Lange auf gemeinsame Unternehmungen mit der IG Velo, der Bergwacht Istein, dem Verein für Heimatgeschichte und Volkskunde, dem Förderkreis Museum Alte Schule in Efringen-Kirchen, dem Ski-Club Weil am Rhein und dem Trinationalen Umweltzentrum (Truz). Darüber hinaus auch die Beteiligung an Touren der Ortsgruppen Kandern, Lörrach, Grenzach-Wyhlen und Schopfheim sowie an der Bezirkssternwanderung des Bezirks Markgräflerland. Gepflegt und fortgeführt wurde auch die langjährige Freundschaft mit dem Club Vosgien de Ferrette und den Wanderwegen beider Basel durch den trinationalen Wandertreff, einschließlich der freundschaftlichen Kontakte mit dem Schwarzwaldverein Basel.

Unterstützt wurden Vorhaben der Arbeitsgruppe Naturschutz Markgräflerland, des Truz und der Tourist-Info Weil am Rhein. Grundsätzlich stellte die Vorsitzende die Bedeutung von Bewegung zum Erhalt der Flexibilität von Körper und Geist heraus und formulierte den Anspruch des Vereins an Wanderführer und Touren, dem unterschiedlichen Anspruchs-, Leistungs- und Altersniveau gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wertete Lange die steigende Beteiligung an den Fahrten mit der IG Velo und das attraktive Programm sehr positiv.

Wanderungen

Wanderwart Hansjörg Aleth berichtete über ein „tolles Jahr“ für 15 Wanderführer und fast 1000 Wanderer bei 41 Fußwanderungen, einer dreitägigen Wanderung und fünf Radtouren, sowie 8700 bewältigten Höhenmetern. Als Höhepunkt bezeichnete er die Wanderwoche im Pfälzer Wald, nannte aber auch eine Fahrt ins Blaue, den vom Verein ausgerichteten trinationalen Wandertag und die Fahrt ins Berner Oberland.

Bürgermeister Rudolf Koger lobte in diesem Zusammenhang die intakte Vereinsstruktur und das anspruchsvolle Programm.

Roland Christ, stellvertretender Vorsitzender und Radtouren-Verantwortlicher, resümierte positiv Touren nach Warmbach, durchs Markgräflerland („abseits ausgetrampelter Touristenpfade“), die Vier-Tages-Tour in Oberschwaben und die „wellige 100-Kilometer-Tour im Sundgau“.

Wege- und Naturschutzwart Otto Imgrund legte anschließend die Arbeiten der Wegeverwaltung (digital) dar, „wir können mehr als wandern“. Immerhin betreut der Verein mehr als 90 Kilometer Wanderwege. Aufschlussreich berichtete er auch über die gemeinsam mit Hermann Künzig, Helene Klaus, Yvonne Speer, Ulrich Siemann, Ulrich Borocco, Renate Zentner, Christa Linder, Xaver Schwer und Otto Ruppenstein Anfang 2018 neu gegründete Naturschutzgruppe. Er hob dabei aus den geplanten Projekten die Aktion „Weil am Rhein summt und brummt“ hervor, die das Ziel hat mit zig-tausenden Samen und Auspflanzungen den Wildblumenbestand für Bienen und Insekten auszubauen. Für eine spezielle Aktion, die die „Balkonpflanzen-Gärtner“ erreichen soll, wurden 500 entsprechende Samentütchen zur Verfügung gestellt. Für 2019 verwiesen die Verantwortlichen auf das Jahresprogramm.

Ehrungen

Gabriele Schwarz und Wolfgang Weber erhielten für ihre erstmalige Teilnahme an mindestens 15 Wanderungen in einem Jahr das Wanderehrenzeichen. Für die 25-jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Ehrenvorsitzender Hermann Künzig, Maria Steinert und in Abwesenheit Gudrun Vögtlin, Erika Kuhnen, Fred Kuhnen, Ute Laengle und Roberto Laengle. Heidi und Erich Hinze wurden für ihre 40-jährige Vereinstreue geehrt. Für 50 Jahre wurden in Abwesenheit ausgezeichnet: Hannelore Kiefer, Fritz Kiefer, Anneliese Schwöble-Ulmer und Rainer Schwöble. Margarete Hübner, Verena Schmidt, Antonie Jerg und in Abwesenheit Gisela Giesler wurden für ihre 55-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zusätzlich ehrte der Vorstand Antonie und Walter Domzoll für die „langjährige und zuverlässige Betreuung des Saales“ bei Veranstaltungen des Vereins.

Schwarzwaldverein Weil am Rhein: Mitglieder 313; Vorsitzende: Rosemarie Lange, Gehrenweg 13 a, 79588 Efringen-Kirchen, Tel. 07628/ 17 18, E-Mail: vorstand@ schwarzwaldverein-weil-am-rhein.de; Aktivitäten: Wandern, Radtouren, Naturschutz





Badische Zeitung vom 19. März 2019

„Wir können mehr als nur wandern“

Schwarzwaldverein zieht zufrieden Bilanz, auch wenn sinkende Mitgliederzahl Sorgen bereitet /
Großes Engagement im Naturschutz

BZ JHV 2019Als verdiente Mitglieder des Schwarzwaldvereins wurden Hermann Künzig, Heidi Hinze, Erich Hinze, Maria Steiert, Margarete Hübner, Verena Schmidt und Antonie Jerg (von links) geehrt.

FOTO: Siemann

WEIL AM RHEIN (ysie). „Gedanken wollen oft, wie Kinder und Hunde, dass man mit ihnen im Freien spazieren geht“, zitierte die erste Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Weil, Rosemarie Lange, den Dichter Christian Morgenstern bei der Jahresversammlung am Sonntagnachmittag im katholischen Gemeindehaus. „Damit die Gelenke beweglich und das Gehirn flexibel bleiben“, rief sie die etwa 90 Anwesenden dazu auf, den anderen ihre Lieblingswanderwege zu zeigen und somit selbst als Wanderleiter aktiv zu werden.

Dabei brauche es sowohl anspruchsvolle Wanderungen wie auch kürzere Spaziergänge. Aus ihrem Jahresbericht ging hervor, dass man nicht nur aktiv die Freundschaft mit anderen Vereinen wie dem Club Vosgien de Ferrette und den Wanderwegen beider Basel pflegt, sondern auch mit örtlichen Vereinen und Institutionen wie dem Verein für Heimatgeschichte und Volkskunde, der IG Velo, der Arbeitsgruppe Naturschutz Markgräflerland und dem Truz zusammenarbeitet. In Zusammenarbeit mit der Tourist-Info werden nun Wandervorschläge für Weil ausgearbeitet.
Es sei ein schönes und erfolgreiches Wanderjahr gewesen, fasste Wanderwart Hansjörg Aleth zusammen. 41-mal machten sich Mitglieder zu Fuß auf, fünfmal mit dem Fahrrad. Trotz vieler attraktiver Ziele, wie der Woche im Pfälzer Wald, einem Ausflug nach Beromünster oder einer Tour zum Oeschinen-See im Berner Oberland, lasse die Zahl der Teilnehmer aufgrund des fortschreitenden Alters der Mitglieder nach und die Touren seien im Laufe der Zeit kürzer und weniger anstrengend geworden, stellte er selbstkritisch fest. Roland Christ freute sich, dass die von ihm organisierten Fahrradtouren mit durchschnittlich 25 Mitfahrern auf steigendes Interesse stoßen, so dass aus Sicherheitsgründen nun eine Obergrenze eingeführt wird. Die Velofahrer besuchten das Müllmuseum in Wambach, erkundeten unbekannte Wege im Markgräflerland, machten sich auf nach Oberschwaben und fuhren stolze 100 Kilometer bei der Tour zur Illquelle.
Wegewart Otto Imgrund hat 2018 zusammen mit Hans Görres, Wolfgang Weber und Ulrich Borocco 90,25 Kilometer Wegenetz mit 79 Wegweiser-Standorten betreut, womit das Team auf 55 Stunden Arbeit kam. Die Wege verteilen sich auf Schallbach, Fischingen, Eimeldingen, Binzen und Weil. Dazu kam die Montage einer von Familie Reisch gestifteten neuen Bank am Hartberg-Ost. Imgrund dankte der Bergwacht Istein, die sich seit 2016 um das Wegenetz in Efringen-Kirchen kümmert.
Getreu dem Motto „Wir können mehr als nur wandern“ engagieren sich die Mitglieder auch im Naturschutz. Imgrund, der auch Naturschutzwart ist, organisierte im letzten Jahr elf Aktionen. Dazu gehörten Exkursionen, etwa ins Krebsbachtal, aber auch Mitmachaktionen wie die Entfernung von Feinstrahl und Goldrute und die Pflege von Orchideenwiesen. Jeden zweiten Freitag im Monat treffen sich die Helfer um 18 Uhr im Josefstüble, Interessierte sind willkommen.
Etwas Sorge bereitet dem Vorstand die Mitgliederstruktur. Neun Zugängen stehen 24 Austritte und acht Todesfälle gegenüber. Kassierer Lange rechnete vor, dass die ein- bis 70-jährigen Mitglieder eine ebenso große Gruppe stellten wie die 71- bis 80-Jährigen. Die Kasse hatte laut Kassierer Peter Lange im letzten Jahr einen leichten Verlust zu verzeichnen.

Ehrungen:

Für jahrelange Assistenz bei der Jahresversammlung Antonie und Walter Domzoll; für die erstmalige Teilnahme an mindestens 15 Wanderungen Gabriele Schwarz, Wolfgang Weber; für 25 Jahre Gudrun Vögtlin, Hermann Künzig, Maria Steiert, Erika Kuhnen, Fred Kuhnen, Ute Laengle, Roberto Laengle; für 40 Jahre Heidi Hinze, Erich Hinze; für 50 Jahre Hannelore Kiefer, Fritz Kiefer, Anneliese Schwöble-Ulmer, Rainer Schwöble; für 55 Jahre Margarete Hübner, Verena Schmidt, Antonie Jerg

Mitglieder: 313

Copyright © 2011. All Rights Reserved.