Jahreshauptversammlung 2018: Erstmals eine Frau an der Spitze

Weiler Zeitung vom 27. Februar 2018

Erstmals eine Frau an der Spitze

Rosemarie Lange übernimmt Vorsitz von Hermann Künzig / Erfolgreiches WanderjahrJHV Vorstand

Der vor 90 Jahren im Weiler Bahnhofhotel Hermann gegründete Schwarzwaldverein hat bei der Jahresversammlung am Sonntag eine neue Vorsitzende gewählt. „Drei Länder, ein Gedanke ,Wandern’“: Unter diesem Motto wurde zudem Rückschau auf die Anfänge, das vergangene Vereinsjahr und ein Blick in die Zukunft gehalten.

Weil am Rhein (sc). Der Vorsitzende Hermann Künzig, seit 1994 Vereinsmitglied und ab 2002 in verschiedenen Vorstandsämtern tätig, gab sein Amt als Vorsitzender an Rosemarie Lange ab, die bisher als Kassiererin aktiv war. Damit wurde erstmals in den 90 Jahren des Bestehens eine Frau in das Amt des ersten Vorsitzenden gewählt.

Künzig begrüßte unter den Gästen OB Wolfgang Dietz, Otto Ruppenstein von der Bergwacht Istein, Manfred Heim von der Ortsgruppe Lörrach und Hans Schmid von den Wanderwegen beider Basel. In ihren Grußworten brachten diese Gäste ihre Wertschätzung und Glückwünsche zum Ausdruck.

OB Dietz, der seine Verbundenheit bekundete, sagte: „Wir müssen mehr darauf hören, was die Natur uns sagt.“ Dieses Hinhören sei ein Wesenskern des Schwarzwaldvereins.

Ulrich Siemann vom Heimat- und Geschichtsverein, der mit dem Schwarzwaldverein gemeinsame Veranstaltungen durchführt, lobte dessen Arbeit.

Mitgliederentwicklung
In den Anfängen nach den Kriegsjahren zählte der Schwarzwaldverein nach neunmonatigem Bestehen 111 Mitglieder, schon ein Jahr später waren es 234 begeisterte Wanderer. Im Jahr 1986 erlebte der Verein mit 669 den Höhepunkt bei der Mitgliederzahl. Heute sind es 338 Mitglieder, der Mitgliederschwund ist ins Besondere auf die Alterung zurückzuführen, erklärte Künzig. Das Durchschnittsalter der Mitglieder betrage 70 Jahre.

Bericht des Vorsitzenden
Angesichts seines Alters wollte sich Hermann Künzig nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Vielmehr will er nun ein Bienenvolk halten. Die Stadtverwaltung Weil am Rhein habe zugesagt, ein Grundstück zur Aussaat von Wildblumen zur Verfügung zu stellen. Dietz versprach, sich um diese Angelegenheit zu kümmern.

Bericht des Wegewartes
Die Wiedereröffnung des Interregio-Wanderwegs in Rheinfelden habe Gelegenheit geboten, mit dem Vogesenclub Village-Neuf gute Kontakte aufzunehmen. Der Dreiland-Wanderweg von Schweizmobil, das sind 28 Kilometer, wurde vom Wegewart Otto Imgrund komplett abgelaufen. In diesem Zusammenhang wurden notwendige Reparaturen vorgenommen. Im Bereich der Tramlinie 8 seien im Zuge der Bauarbeiten viele Hinweisschilder verschwunden, diese wurden von Imgrund ersetzt. Auch der Bau der Schnellbahntrasse brachte Veränderungen mit sich, die vom Wegewart korrigiert wurden. Summa summarum kamen für den Wegewart 93 Arbeitsstunden zusammen. Imgrund kritisierte zugleich den Vandalismus, der dazu beiträgt, dass immer wieder Hinweisschilder abgerissen, verbogen oder mitgenommen werden.

Wanderbericht
Hansjörg Aleth berichtete über ein schönes und erfolgreiches Wanderjahr. „Unsere Wanderer werden älter“, sagte Aleth, daher würden die Wanderungen kürzer und weniger anstrengend geplant. Durchschnittlich nehmen 20 bis 25 Marschierer an den Veranstaltungen teil. 2017 wurden 41 Wanderungen durchgeführt, hinzu kommen sechs Fahrradtouren unter der Leitung von Roland Christ. Neun Kurzwanderungen mit insgesamt 199 Teilnehmern und 34 normale Wandertage mit 753 Wanderern wurden unternommen. Dabei wurden 407 Kilometer Strecke bewältigt und 9755 Höhemeter erklommen. Aleth dankte den Wanderführern, insbesondere Ursula Sütterlin, Hans Görres, Chutz Leuenberger und Antonia Duttenhöfer.

Die Kasse
Rosemarie Lange verwies auf ein kleines Minus bei der Kasse. Dennoch sei der Haushalt ausgeglichen. Helene Klaus und Brigitte Keller attestierten eine gute Kassenführung.

 

Ehrungen

Wahlen und Änderungen
Die neue Vorsitzende Rosemarie Lange kündigte in ihrer Antrittsrede an, dass vieles jetzt anders werde, da ein jeder sein Amt mit der eigenen Persönlichkeit ausfülle. Die Menschen in Bewegung halten, der soziale Aspekt des Miteinander im Verein, das sei ihr wichtig.

Als zweiter Vorsitzender wurde Roland Christ gewählt. Die Kasse übernimmt Peter Lange, Protokollführer wird Hermann Künzig, der auch als Naturschutzwart tätig ist.

Wanderwart bleibt Hansjörg Aleth und Otto Imgrund wird als Wegewart aktiv sein. Wolfgang Weber wurde ebenfalls zum Wegewart ernannt. Iris Beierer ist Koordinatorin Werktagswanderer und Ulrich Borocco ist Wegewart.

 


 

Badische Zeitung vom 27. Februar 2018

Rosemarie Lange folgt auf Künzig

Schwarzwaldverein ist für die nächsten Jahre gut aufgestellt / Erstmals eine Frau an der Spitze

Ehrenvorsitzender 2

WEIL AM RHEIN (ouk). Rosemarie Lange ist die neue Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein. Bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag wurde sie einstimmig gewählt. „Heute schreiben wir Geschichte“, sagte Hermann Künzig, der den Verein sieben Jahre lang als Vorsitzender prägte. In der 90-jährigen Geschichte des Vereins sei sie die erste Frau in diesem Amt.
Künzig blickte zufrieden auf seine Zeit als Vorsitzender zurück. „Über den Tellerrand zu schauen, hat sie sehr gelohnt“, sagte er. Er hat stets die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen des Schwarzwaldvereins und benachbarten Vereinen gesucht. So beginnen die Gruppen Weil und Lörrach des Schwarzwaldvereins die Wandersaison jedes Jahr gemeinsam an der Daurhütte. Zum Programm gehören Fahrradtouren mit der IG Velo und die Dreiländertreffen mit den Wanderfreunden Beider Basel. Seit zwei Jahren pflegt die Bergwacht Istein die Wegweiser rund um Efringen-Kirchen und entlastet damit den Schwarzwaldverein, der ohne diese Hilfe mehr als 200 Kilometer Wege markieren müsste. Vertreter dieser Vereine und des Heimat- und Geschichtsvereins Weil am Rhein überbrachten bei der Versammlung daher Grüße. Auch OB Wolfgang Dietz sprach ein Grußwort.
Mit fast 82 Jahren wolle er sich nun vom Vorstandamt zurückziehen und sich einen Kindheitstraum erfüllen, sagte Hermann Künzig. Als Bub habe er von einem eigenen Bienenvolk geträumt, nun wolle er mit dem Projekt „Biene Maja hat Hunger“ Wildbienen fördern (siehe nebenstehenden Bericht). Zum Programm des Schwarzwaldvereins Weil gehören die kurzen Werktagswanderungen, längere Touren an den Wochenenden, Fahrradtouren, Hermann Künzigs beliebte Fahrten ins Blaue und eine Wanderwoche, die 2017 in den Bayerischen Wald führte. Im Jahr 2017 habe man 43 Wanderungen mit 952 Teilnehmern und sechs Radtouren durchgeführt, berichtete Wanderwart Hansjörg Aleth.
„Mein Hauptanliegen ist es, Menschen in Bewegung zu bringen“, sagte die neue Vorsitzende Rosemarie Lange. Aber auch das soziale Miteinander sei wichtig, da sich viele alleinstehende Menschen dem Verein anschlössen.
Hermann Künzig wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er hatte sich seit 2002 im Vorstand engagiert, sieben Jahre lang als Vorsitzender.
Wahlen: Rosemarie Lange (neue erste Vorsitzende, die weiterhin die Mitgliederverwaltung besorgt), Roland Christ (zweiter Vorsitzender), Peter Lange (Kassierer), Hermann Künzig (Naturschutzwart, Schriftführer), Hansjörg Aleth (Wanderwart), Otto Imgrund (Naturschutzwart, bleibt Wegewart), Wolfgang Weber (Wegewart), Iris Beierer (Koordinatorin Werktagswanderer), Gerhard Sänger (Beirat).
Ehrungen: Ingrid Draband (25 Jahre), Renate Aleth, Erich Tröndle (40 Jahre), Bärbel Sänger, Gerhard Sänger, Hannelore Reisch, Hans-Dieter Reisch (50 Jahre), Gertrude Klett, Horst Stöckert, Rosmarie Stöckert (55 Jahre), Wolfgang Weller (60 Jahre)
Mitglieder: 337

 

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Programm im Mai

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Wanderwegenetz des Schwarzwaldvereins
von unserem Wegewart Otto Imgrund. (1. Februar 2018)

Rund 24.000 km Wege und Pfade sind mit unseren farbigen Rauten ausgeschildert und ziehen ein engmaschiges Netz über den Schwarzwald und seine angrenzenden Regionen.
Das Wegenetz wird ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern vor Ort unterhalten.
In der Hauptverwaltung sind 2 festangestellte Mitarbeiter, die für Ausbildung, Administration der Digitalen Wegeverwaltung, Bearbeitung von Materialbestellungen und natürlich der Schilder verantwortlich sind. Sie werden unterstützt durch ehrenamtliche Wegewarte der Bezirke.

Wegekategorien

Das Wegenetz im Schwarzwald wurde im Jahre 2000 neu geordnet und erhielt als einheitliches Zeichen
die Raute. Es unterteilt sich in vier Wegekategorien:

1. Fernwanderwege, z.B. Westweg, Ostweg oder Querweg Freiburg-Bodensee, sind durchgängig mit einem eigenen Raute-Zeichen markiert. Sie machen ca. 2.500 km des gesamten Netzes aus.

Zuständig ist der Schwarzwaldverein.

Eine Übersicht aller Fernwanderwege findet man hier.

2. Regionale Wanderwege ergänzen das Netz der Fernwanderwege. Sie verbinden bekannte Orte und Landschaften und sind durch die blaue Raute gekennzeichnet. Sie machen ebenfalls ca. 2.500 km des gesamten Netzes aus.

Zuständig ist der Schwarzwaldverein.

3. Örtliche Wanderwege binden örtliche Wanderziele und Ausgangspunkte in das Wanderwegenetz ein. Sie sind durch eine gelbe Raute markiert. Sie machen über 18.000 km den grössten Anteil am Wegenetz aus.

Zuständig sind die Gemeinden.

4. Touristisch initiierte (zertifizierte) Wanderwege, für welche die Gemeinden oder Tourismusverbände als Initiator zuständig sind, z.B. der Lebküchlerpfad in Todtmoos.

Unser Einsatzbereich

Länge des markierten und von uns betreuten Wegenetzes im Gebiet von Weil am Rhein (im Südwesten von Baden-Württemberg im Dreiländereck zur Schweiz und Frankreich) 60 km, Eimeldingen 12 km, Binzen 13 km, Fischingen 7 km, Schallbach 9 km. Dies macht zusammen 101 km.

Wir sind momentan 4 Wegewarte plus ein externer Berater, der uns sehr aktiv hilft.

Vielen Dank möchten wir unseren Freunden von der Bergwacht Istein sagen, die uns seit 2016, 90,5 km Wege im Gebiet Efringen-Kirchen abgenommen haben. Ein Teilabschnitt des Rheinauenweges gehört auch dazu.

Fernwanderwege im Bereich Weil am Rein

Westweg

Westweg (rote Raute)  -  von Pforzheim bis Basel 280 km in 11 Etappen
Auf Weiler Gebiet verlaufen 3,8 km

Wiiwegli

Markgräfler Wiiwegli  -  von Freiburg nach Grenzach-Wyhlen 92 km in 5 Etappen
Auf Weiler Gebiet verlaufen 10,2 km

Rheinauenweg

Rheinauenweg  -  von Kehl nach Weil am Rhein 160 km in 7 Etappen
Auf Weiler Gebiet verlaufen 7,8 km

Regionale Wanderwege in der Umgebung

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In der Nähe verbindet ein Regionaler Weg (blaue Raute) den Westweg ab Tüllingen Lindenplatz mit dem Hochrhein-Höhenweg in Rührberg. Der gehört aber zu den Lörracher und Grenzacher Kollegen.

Örtliche Wanderwege

oertlich

Hier kann man von Standort zu Standort springen. Kennen Sie alle die Namen der Standorte und deren Herkunft ?

 

Weitere Wanderwege auf unserem Gebiet, die wir betreuen

Dreiland

Der Dreiland-Wanderweg (67) unserer Schweizer Freunde von Wanderwege beider Basel verläuft von der Dreiländerbrücke (Frankreich) entlang des Rheinauenweges bis Istein und macht einen Bogen über Efringen-Kirchen, Fischingen und Binzen zurück nach Riehen (Schweiz). Die Länge in Deutschland ist 28,2 km.

Jakobsweg

Der Jakobsweg ab Freiburg durchquert unsere Gemarkungen von Blansingen bis Basel.Er verläuft auf dem Markgräfler Wiiwegli.
Wir unterstützen hierbei deren Wegewarte, die zumeist auch Wegewarte des
Schwarzwaldvereins sind.

 

Wie funktionieren Wegweiser und Markierungszeichen

Wegweiser

Wegweiser stehen überall dort, wo markierte Wanderwege beginnen, wo sie sich kreuzen oder verzweigen. Für jede Richtung findet der Wanderer mindestens ein Wegweiserblatt mit Ziel- und Entfernungsangaben und evtl. Piktogrammen mit zusätzlichen Hinweisen wie Bushaltestelle, Restaurant etc..

Jeder Wegweiserstandort hat einen eigenen Namen. Er steht - ergänzt durch die Höhenangabe - im Standortfeld eines Wegweiserblattes. Der Wanderer kann also immer sehen, wo er sich befindet und seinen Standort mit der Wanderkarte abgleichen.

Die Ziele sind nach der Entfernung geordnet: nächster Standort oben, fernere Ziele darunter.

Es gilt die Regel, dass die Fernwanderwege die lokalen Rauten ersetzen. Sie tauchen also nicht parallel auf.

MarkierungDie Markierungszeichen leiten den Wanderer sicher von einem Wegweiserstandort zum Nächsten. An Kreuzungen / Verzweigungen mit anderen Wegen (solche, die nicht zum Netz der markierten Wanderwege gehören) stehen keine Wegweiser. Hier ist auf die Markierungszeichen zu achten.

Etwa 50 m nach einem Wegweiser sollte ein Bestätigungszeichen zu sehen und, bei Bedarf, weiter auf der Strecke ein Beruhigungszeichen zu finden sein.

Rettende Funktion der Wegweiser

Sollten Sie auf den Wegen Probleme haben, die den Einsatz der Rettungsdienste erfordern, so können Sie telefonisch Ihren Standort unter der Notfall-Telefon-Nr. 112 durchgeben. Die Leitstelle hat Zugang auf die Digitale Wegeverwaltung des Schwarzwaldvereins, wo alle Standorte verzeichnet sind und kann dadurch die Koordinaten für das Rettungsteam finden.
Hier gibt's zusätzliche Informationen dazu.

Und so funktioniert es: entweder den Schildercode auf der Rückseite des Wegweiserschildes, z.B. LÖEF044 oder den Standortnamen Schützenhaus, der auf einem der Schilder vermerkt ist, angeben.

Bis zu einem Standort muss man es natürlich geschafft oder sich den Namen gemerkt haben.

Chronologie der verantwortlichen Wegewarte unseres Vereins:

- Rudolf Sütterlin vom 21. Januar 2005 bis 21. Februar 2016
- Rainer Schmiedlin vom 21. Februar 2016  bis  12. März 2017
- Otto Imgrund vom 12. März 2017

Der Standort einer Orientierungstafel ist in Efringen am Panoramaweg.

Dem Verein wurden zwei Ruhebänke gestiftet, die von uns betreut werden. Sie stehen an exponierten Stellen und bieten einen herrlichen Blick auf die Rheinebene und die Basler Bucht.
Sie stehen am Huttinger Kreuz auf dem Schafberg von Efringen-Kirchen, gestiftet vom Club Vosgien de Ferrette
und am Bammerthüüsli in den Fischinger Reben, gestiftet vom Hauptverein Freiburg.

Liebe Wanderer und Spaziergänger,

sollten Wegweiser oder Markierungszeichen fehlen bzw. beschädigt sein, melden Sie dies bitte dem Schwarzwaldverein Weil am Rhein (+49 (0)7621 797 108 oder E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ).
Vielen Dank.

Otto Imgrund

 

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