Futter für Biene Maja und Freunde

Badische Zeitung vom 3. Mai 2018

Schwarzwaldverein und Truz fördern Wildbienen sowie Insekten

Von Herbert Frey

Biene Maja

Wildbienen und Insekten verlieren immer mehr natürlichen Lebensraum. Dem wollen Wolfgang Sprich, Otto Imgrund, Hermann Künzig und Astrid Deek (von links) entgegenwirken.   FOTO: Frey

 WEIL AM RHEIN. Im Gewächshaus beim Sundgauhaus warten rund 10000 Wildblumen- und Kräutersetzlinge darauf, ausgepflanzt zu werden. Sie wurden im Rahmen des Projekts „Biene Maja hat Hunger“, das die Weiler Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins lanciert hat, von Gärtnermeister Wolfgang Sprich gezogen. Ziel ist es, damit bedrohten Wildbienen und anderen heimischen Insekten Nahrung zu bieten.

Initiiert hat das Projekt der langjährige Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Hermann Künzig, der nun gemeinsam mit Otto Imgrund das Amt des Naturschutzwarts innehat. In Pflanzenexperte Wolfgang Sprich, dem der Erhalt ursprünglicher Naturräume sehr am Herzen liegt, und Astrid Deek, der Fachbereichsleiterin für grenzüberschreitenden Naturschutz beim Trinationalen Umweltzentrum, fanden sie rasch Mitstreiter.
Um dem Verschwinden der für das Markgräflerland einst typischen Streuobst- und Blumenwiesen entgegenzuwirken, die Wildinsekten ausreichend Nahrung boten, ließen sich Künzig und Imgrund von der Saatgutfirma Rieger-Hofmann Samen von Blumen und Kräutern zusammenstellen, die genau zu den Markgräfler Böden passen. 24 Arten wie Wiesen- und Ackerglockenblume, gewöhnliches Ferkelkraut, Wiesensalbei, gewöhnlicher Thymian oder nickende Kratzdistel zieht man seit März in den Gewächshausbeeten.
Als Versuchsfläche für das Auspflanzen stellt die Stadt eine Wiese am Tüllinger unterhalb der Ottilienkirche zur Verfügung. Dort haben die Projektverantwortlichen eine Teilfläche vertikutiert und gekalkt, eine zweite Fläche nur vertikutiert und einen drei Meter breiten Streifen unbearbeitet gelassen und lediglich gemäht. Auf allen drei Böden, die am Panoramaweg liegen, sollen nun etwa 100 Wildblumen und Kräuter pro Quadratmeter angepflanzt werden. Erster Pflanztermin, zu dem Freiwillige willkommen sind, ist am 5. Mai (siehe Artikelende).
„Wir wollen dann die Entwicklung auf diesen Flächen beobachten und so herausfinden, welche Bodenbeschaffenheit ideal ist“, sagt Wolfgang Sprich. Denn das Projekt zum Wohle der unverzichtbaren Bestäuber soll nachhaltig sein. Damit, so Hermann Künzig, fördere man auch die ebenfalls bedrohte heimische Vogelwelt, für die Insekten im Sommer eine wichtige Nahrungsgrundlage darstellen.
Und nicht zuletzt will man mit dem Projekt „Biene Maja hat Hunger“ die Bevölkerung sensibilisieren und anregen, in Privatgärten und auf Balkonen wieder stärker auf heimische Blumen- und Kräuterarten, die dauerhaft blühen, zu setzen. Dazu bedürfe es beim Kauf in Baumarkt und Gärtnerei intensiver Beratung und Information, weiß Wolfgang Sprich. Denn gängige Samentütchen mit Wiesenblumenmischungen, zu denen man gerne greife, würden in der Regel zu 40 Prozent Gräsersamen und zu 55 Prozent Samen von ein- oder zweijährigen Blumen enthalten. „Das sieht dann ein oder zwei Jahre ganz gut aus, aber von Dauer ist die Pracht nicht“, kritisiert er. Auch viele modische Zierpflanzen und selbst beliebte Balkonpflanzen wie Petunien oder Geranien seien für Wildbienen relativ uninteressant, da sie kaum Nektar liefern.

Zur Pflanzaktion am Samstag, 5. Mai, um 13 Uhr am Panoramaweg unterhalb der Tüllinger Ottilienkirche sind Freiwillige willkommen. Fragen beantwortet Hermann Künzig unterTelefon 07621/797608.

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Presse: Trinationaler Wandertag

Badische Zeitung vom 25. Juni 2018

Wandern mit Freunden – etwas Schöneres gibt es doch fast nicht

BZ-INTERVIEW mit Hermann Künzig vom Weiler Schwarzwaldverein zur Freundschaft mit dem Vogesenclub und dem Verein Wanderwege beider Basel

WEIL AM RHEIN. Grenzüberschreitende Beziehungen unter zwei Vereinen gibt es immer wieder einmal. Dass aber im Dreiländereck eine trinationale Verbindung zustande kommt und dann auch von Dauer ist, erlebt man deutlich seltener. Der Weiler Schwarzwaldverein, der Vogesenclub aus Ferrette und der Verein Wanderwege beider Basel zeigen, dass es möglich ist. Hannes Lauber hat sich über diese Freundschaft mit Hermann Künzig, dem ehemaligen Vorsitzenden des Weiler Schwarzwaldvereins unterhalten, die am Sonntag mit einer Wanderung gepflegt wurde.

BZ Trinational HK 2018

BZ: Herr Künzig, Wanderer treiben sich doch ohnehin ständig im Schwarzwald, in den Vogesen oder im Jura herum. Da ist es doch eigentlich fast selbstverständlich, dass sich eine trinationale Freundschaft ergibt, oder?

Künzig: Nun ja, so einfach ist es am Ende dann auch nicht. Dazu braucht es schon noch ein wenig mehr. Sonst wären wir vermutlich auch nicht die einzige Ortsgruppe im Schwarzwaldverein, die eine solche dreiseitige Freundschaft unterhält.

BZ: Wie kam’s denn zu dieser grenzenlosen Verbundenheit?

Künzig: Angefangen hat das alles durch den drei Länder überschreitenden Interregio-Wanderweg. Im März 1980 haben wir an der Einweihungs-Wanderung von Kandern nach Bad Bellingen teilgenommen und uns auf der Johannisbreite mit Erbsensuppe und Wurst gestärkt. Dort trafen wir erstmals die Elsässer vom Vogesenclub Ferrette und kamen uns bei einem Viertele in Hertingen näher. Bereits im Juni lud uns der spätere Präsident Jean-Louis Schiro zu einer Wanderung nach Ferrette ein, bei der wir dann die Jumelage bereits besiegelten. Jährlich wurden dann immer einige Gemeinsamkeiten gepflegt wie Wanderungen und Jahresabschluss- oderWeihnachtsfeiern.

BZ: Aber die Schweizer Kollegen waren da noch nicht beteiligt?

Künzig: Ja und nein, Am 6. Oktober 1985 zum Interregio-Wandertreff von Altkirch über Riespach nach Ferrette begrüßte Jean-Louis Schiro mehr als 150 Teilnehmer vom Schwarzwaldverein Weil am Rhein, von Wanderwege beider Basel und dem Elsass. Seit dieser Zeit gab es lose freundschaftliche Beziehungen zu Wanderwege beider Basel. Aber erst 2004, wieder bei einer Interregio-Wanderung zwischen Altkirch und Ferrette, kamen wir uns dann näher, so dass die dritte Verbindung geschlossen werden konnte. Der Interregio-Wanderweg hat uns zusammengebracht. BZ: Und seither treffen Sie sich regelmäßig

zu gemeinsamen Unternehmungen?

Künzig: Seit dieser Zeit halten wir jährlich einWandertreffen im Dreiland ab. Jeder der drei Vereine ist imWechsel für die Organisation zuständig und natürlich wählt er jeweils eine Route in seinem Land aus.

BZ: Dieses Jahr waren die Weiler wieder an der Reihe. Was hatten Sie denn am Sonntag für ihre Freunde ausgesucht?

Künzig: Ich finde es immer etwas dürftig, wenn zu diesem Anlass nur eine Wanderung angeboten wird. Ich finde, es sollte immer auch etwas Kultur oder Historie vermittelt werden. Eine Gruppe wanderte von Efringen-Kirchen aus ein gutes Stück auf dem Wiiwegli und bog dann zum Isteiner Klotz ab, wo Ortsvorsteher Franz Kiefer über Geologie und Geschichte referierte und die Bergwacht Istein uns einen Apéro servierte. Die andere Gruppe besuchte das Museum in der Alten Schule und wurde von Museumsleiterin Maren Siegmann durch die Geschichte von Efringen-Kirchen und Umgebung geführt. Danach trafen sich beide Gruppen im Isteiner „Sternen“ zum Mittagessen.

BZ: Dem Wiiwegli fühlt sich der Weiler Schwarzwaldverein ja besonders verbunden, nicht wahr?

Künzig: Ja, das stimmt. 1976 wurde die Idee zum MarkgräflerWiiwegli durch den Schwarzwaldverein Weil am Rhein in Efringen- Kirchen geboren und der Streckenabschnitt von Weil am Rhein bis Schliengen diskutiert unter der Berücksichtigung der Weiterführung bis Freiburg. Im Februar 1977 wurde im Markgräfler Hof in Efringen-Kirchen der Streckenverlauf von Weil am Rhein bis Schliengen festgelegt. Und bereits drei Monate später, am 7. Mai, konnte, einen Tag nach dem Fest zu unserem 50-jährigen Bestehen, dieser Abschnitt eingeweiht werden. Das restliche Stück bis Freiburg hat dann wesentlich länger gebraucht und war erst 1993 fertig.

BZ:Wie viele Teilnehmer waren denn am Sonntag dabei?

Künzig: Angemeldet haben sich 85 Personen, 28 aus Ferrette, 30 aus Weil und 27 aus Basel.

BZ: Entspricht das auch der Größe der Vereine?

Künzig: Nein. Wanderwege beider Basler ist der mit Abstand größte. Er hat mehr als 2500 Mitglieder. Dagegen sind wir mit unseren 360 ein kleiner Haufen. Die Freunde aus Ferrette sind aber noch weniger und bringen es auf etwa 200 Mitglieder. Aber dafür sind sie sehr aktiv.

BZ: Das heißt, sie begegnen sich auch außerhalb des jährlichen Dreier-Treffs?

Künzig: Aber ja. Über die Jahre sind viele persönliche Freundschaften entstanden, die gepflegt werden. Wir haben inzwischen auch etliche Wanderer, die in zwei unserer Vereinen Mitglied sind, einige sogar in allen dreien. Und sogarWanderführer gibt es inzwischen, die in zwei unserer Vereinen aktiv sind. So kommt’s, dass wir auch an den Wanderprogrammen unserer befreundeten Vereine teilnehmen und dort dann auch wie eigene Mitglieder behandelt werden. Wir sind inzwischen wirklich eine große Familie.
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Hermann Künzig war sieben Jahre Vorsitzender
der Ortsgruppe Weil des Schwarzwaldvereins

BZ Trinational 2018

 

 



Weiler  Zeitung vom 26. Juni 2018


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Rund 80 Teilnehmer meldeten sich für den Trinationalen Wandertreff und damit für einen Ausflug nach Efringen-Kirchen mit Abstechern ins Museum „Alte Schule“ oder auf den Isteiner Klotz an – ein Drittel der Wanderer kam aus dem Elsass, ein Drittel aus der Schweiz und ein Drittel aus Weil am Rhein.

Von Jutta Schütz

Efringen-Kirchen. Der Verein, bei dem die grenzüberschreitenden Beziehungen des Vogesenclubs aus Ferrette und des Vereins Wanderwege beider Basel zusammenlaufen, ist der Weiler Schwarzwaldverein. Er hatte auch den Ausflug organisiert. Federführend beteiligt war der ehemalige Vorsitzende Hermann Künzig.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer, so Künzig auf Anfrage der Oberbadischen, habe von den interessanten Geschichten rund um den Klotzen und vom Museum „Alte Schule“ und dessen Ausstellungen keine oder nur eine ungefähre Kenntnis gehabt. „Viele Wanderer waren sehr überrascht, wie viele interessante zeitgeschichtliche und kulturhistorische Fakten uns Museumsleiterin Maren Siegmann und der Isteiner Ortsvorsteher Franz Kiefer vermitteln konnten“, fasst er zusammen.

Die große Gruppe hatte sich nämlich nach ihrer Ankunft am Isteiner Bahnhof aufgeteilt – 13 Teilnehmer entschieden sich für die Führung im Museum, die anderen wanderten über das Wiiwegli am Huttinger Kreuz vorbei Richtung Grillplatz Isteiner Klotz.

Dort wartete auch die Isteiner Bergwacht mit einem Apéro. „Zur Bergwacht haben wir beste Kontakte, da sie von uns die Betreuung des Wegenetzes in Efringen-Kirchen und damit rund 90 Kilometer an Wegstrecke übernommen hat – wir helfen dafür bei der Pflege der Orchideenwiese mit“, erläuterte Künzig.

Führung durch die Dauerausstellung
Maren Siegmann führte durch die Dauerausstellung im Museum und berichtete schwerpunktmäßig zum eiszeitlichen Bergwerk in Kleinkems. Anhand von Fundstücken und nachgebauten Werkzeugen beschrieb sie die Arbeitsweise, aber auch die Lebensweise der eiszeitlichen Bewohner und konnte sich vor vielen interessierten Fragen kaum retten.

Neugierig waren die Wanderer zudem auf das Thema „Rhein als Landesgrenze“ und die wechselvolle Geschichte der Gemeinden am Fluss, auf die Fakten zur Rheinregulierung und die Vermessungen, die damit zu tun hatten. Fragen gab es auch zum Miteinander oder Gegeneinander der verschiedenen Religionszugehörigkeiten im Laufe der Zeit und natürlich zur Geschichte des Eisenbahnbaus.

Zur Rheinregulierung und deren Auswirkungen wie zum Eisenbahnbau hatte die Museumsleiterin Tafeln und Fotos ausgelegt, um die Themen zu visualisieren. Siegmann hatte große Freude an den Besuchern: „Es ist schon toll, wenn man merkt, dass die Leute sich gar nicht mehr verabschieden wollen, weil es noch so viele Fragen gibt“, berichtete sie gegenüber der Oberbadischen.

Bedeutung des Isteiner Klotz erläutert
Auch Ortsvorsteher Franz Kiefer, so erzählt Hermann Künzig, hatte nach seinem Vortrag zum Isteiner Klotz, der ehemaligen Burg und zur Festungsgeschichte in Kriegszeiten sowie der Vituskapelle einen „Sack voll Fragen zu beantworten“. Die geologische Geschichte des Rheingrabens und die Bedeutung des Klotzens als Grabenbruchscholle aus der Zeit des Oberjura sei ebenfallsWZ Trinational 2018 2 durch Kiefer dargestellt worden. „Dass der Basler Staatswein auf dem Rücken des Klotzens wächst, war zudem selbst vielen Schweizern unter den Teilnehmern nicht bewusst“, bemerkte Künzig.  

Kiefer habe beschrieben, wie die Idee der Weinlieferung nach Basel entstand: Bis 1803 gehörte Istein zum Herrschaftsgebiet des Basler Fürstbischofs. Aus diesem Grund beschloss die Bezirkskellerei Markgräflerland im Jahr 2005, aus den Trauben einer Lage am Isteiner Kirchberg den Basler Staatswein zu keltern und 500 Flaschen pro Jahr der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt zu schenken. Lieferant des Staatsweins ist übrigens das Wyhuus am Rhy.

Im Isteiner Gasthaus „Sternen“ wurde der rundum interessante Vormittag dann mit beiden Wandergruppen beschlossen.

Programm im August

 

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Programm im Juli

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Ins Maislabyrinth in Haltingen

Am Donnerstag, dem 26. Juli, versuchen wir, aus dem Haltinger Maislabyrinth wieder heraus zu kommen.

Unser Mitglied vom Rüttehof in Wollbach hat sich zum 50. Geburtstag seines Hofes einen Spaß erlaubt.
In Haltingen hat er ein Maisfeld in ein Ver(w)irrfeld verwandelt.
Am Donnerstag, dem 26. Juli, um 14.00 Uhr, treffen wir uns am Eingang des Labyrinths, 
Heldelinger Straße 80. Haltet Euch den Freitag sicherheitshalber frei! 
Wer mit uns noch am Donnerstag den Ausgang aus diesem Maisdschungel 
finden will, der meldet sich an bei Rosemarie Lange, Tel. 07628 17 18.

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